Messung der Festigkeit im holz

Diese Messmethode hat sich bei Pilzbefall im Holz bewährt. Mit einem 2 mm starken Bohrer (Bohrkopf 3 mm) wird das Holz durchbohrt. Anhand der Kraft, die ein Motor braucht, um die Bohrnadel nach vorne zu treiben, kann auf die Festigkeit des Holzes zurückgeschlossen werden.Das Ergebnis ist reproduzierbar, somit ist diese Methode zum Messen geeignet.

Diese Messmethode funktioniert hervorragend bei Pilzbefall. Schwieriger wird es bei Insektenbefall. So lässt sich z. B. ein Hausbockbefall mit der Bohrwiderstandsmessung nur ungenügend bestimmen. Noch schlimmer ist es mit dem Gewöhnlichen Nagekäfer. Da die Fraßgänge maximal 2 mm Durchmesser haben, kann der Bohrer mit seinen 3 mm Bohrkopfdurchmesser diesen Fraßgang nicht orten. Es wird also eine Holzfestigkeit vorgetäuscht, die nicht mehr vorhanden ist.

Hier gehört eine große Menge Erfahrung dazu, in Verbindung mit der Bohrwiderstandsmessung eine Querschnittsminderung durch Insektenbefall einzuschätzen.

Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Statikerbüros habe ich auch hier genügend Erfahrung gesammelt, eine solche Einschätzung vorzunehmen.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Ortung von Holzbalken z. B. unter Parkettböden, die Überprüfung von verdeckten Balken auf Breite und Höhe, die Unterscheidung von verdeckten Balken auf Eichenholz oder Nadelholz, die Prüfung von Zapfen im Fachwerk ohne Öffnung der Konstruktion und die Überprüfung von Parkettaufbauten oder Blindböden.

Neu hinzugekommen ist die Unterwasserprüfung von Holz. Dafür habe ich mir ein Messgerät selbst wasserdicht gemacht. In größeren Tiefen, z. B. in Häfen, arbeite ich mit Tauchern zusammen. Besondere Erfahrung liegt bei der Prüfung auf Bohrmuschel (Schiffsbohrwurm) und Bohrassel vor.