Fachwerkuntersuchung

Fachwerk ist mittlerweile ein sehr heikles Thema. Ein sehr gefürchteter Schädling bei Eichenholzfachwerk ist der Gescheckte Nagekäfer. Er hat sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet und befällt überwiegend Pilz befallenes Eichenkernholz. Von diesem Pilz befallenen Eichenkernholz breitet er sich bis zu 2,50 m im gesunden Holz aus.

Auch der Gewöhnliche Nagekäfer ist im Vormarsch. Häufig ist bei alten Fachwerkhäusern eine mangelhafte Wärmedämmung in der Außenwand vorhanden. Die Hölzer zeigen eine höhere Feuchtigkeit, die ein Leben dieser Insekten ermöglicht.

Mit der Bohrwiderstandsmessung, einer typischen Untersuchungsmethode für Pilz befallene Hölzer, ist eine Zerstörung durch diese Holzschädlinge nicht festzustellen. Hier gehört genügend Erfahrung dazu, den Befallsgrad zu beurteilen und die Schädigung als Querschnittsminderung zu benennen. Häufig benötigt der Statiker solche Angaben, um das Fachwerk berechnen zu können.

Ich verfüge über genügend Erfahrung im Umgang mit Mikrowelle, Heißluft, chemischen Verfahren und Begasung, um für den Schutz des Fachwerks und die Abtötung der Insekten die jeweils geeigneten Methoden auszusuchen. Bei der Fachwerkuntersuchung werden auch Hinweise auf das zu verwendende Anstrichsystem gegeben. Zudem verfüge ich über genügend Kenntnis zur Berechnung des Tauwasseranfalls (Glasermethode) so dass zumindest aus dieser Sicht der Wandaufbau beurteilt und empfohlen werden kann.

Sanierungsempfehlungen bezüglich einschaliger oder zweischaliger Wände wurden vielfach bei früheren Untersuchungen in die Praxis umgesetzt. Daher kenne ich mich auch mit dem Langzeitverhalten dieser Fachwerksysteme aus.