Untersuchungen auf Holz zerstörende Pilze

Mit Hausschwamm wird heute sehr viel Geld verdient. Der Hausschwamm ist aus meiner Sicht in der Literatur bis vor 5 Jahren völlig überbewertet. So ist kaum jemand bekannt, dass Zugluft genügt, um den Hausschwamm abzutöten.

Wenn Hausschwamm in einem Gebäude bei der Generalsanierung vorgefunden wird, dann ist in vielen Fällen dieser Hausschwamm nicht mehr aktiv. Genau hier setze ich mit meinen Untersuchungen an, um zu klären, ob der Hausschwamm tatsächlich noch bekämpft werden muss oder ob es nicht ausreicht, die Tragfähigkeit einer zerstörten Holzkonstruktion wieder herzustellen.

Die DIN 68 800 Teil 4 bevorzugt das chemische Verfahren zur Bekämpfung des Hausschwamms. Hausschwamm benötigt zu seinem Wachstum Feuchtigkeit. Beim chemischen Verfahren wird zusätzlich Wasser in die Wand eingebracht.

Mittlerweile ist in der DIN 68 800 Teil 4 auch ein Hinweis auf thermische Verfahren gegeben. Bei den thermischen Verfahren wird die Wand z. B. erhitzt, um den Hausschwamm abzutöten. Dabei trocknet auch die Wand. Das ist aus meiner Sicht viel sinnvoller als das zusätzliche Einbringen von Wasser, das dann in einer Ziegelsteinwand z. B. noch länger braucht, um wieder abzutrocknen.

Bei den anderen Pilzen ist es in aller Regel damit getan, dass die Feuchtigkeitsursache abgestellt wird und anschließend das Holz, sofern es nicht mehr tragfähig ist, wieder statisch relevant verstärkt oder ausgetauscht wird.

Auch die in der DIN angegebenen Sicherheitszonen müssen heute überdacht werden. So macht es keinen Sinn, generell auf die Sicherheitszone von 1,50 m bei der Hausschwammsanierung Rücksicht zu nehmen. Ohne hier nun eine lange Abhandlung über Sinn und Zweck von DIN-Normen zu geben, ist festzustellen, dass bei der Beauftragung eines Sanierers das Bürgerliche Gesetzbuch gilt. Er schuldet den Erfolg. Es gilt der Werkvertrag, der das fordert.

Wenn ich also bei der Untersuchung eines Objektes Sanierungsmethoden empfehle, die sich nicht nach der DIN 68 800 Teil 4 richten, dann übernehme ich damit automatisch die Verantwortung. Seit meiner Vereidigung gibt es kein Objekt, wo meine Sanierungsvorschläge nicht erfolgreich waren.

Seit 1990 habe ich in der Praxis nach Rücksprache mit Bauherrn unterschiedliche Sanierungsmethoden ausprobiert, um Pilzbefall und ganz speziell Hausschwammbefall abzutöten. Aus dieser langen Erfahrung kann ich bestätigen, dass das chemische Verfahren nicht unbedingt das wirksamste Verfahren ist und dass es häufig wesentlich kostengünstigere Bekämpfungsmethoden gibt als das chemische Verfahren. Das trifft auch auf die anderen Pilze zu.